Jein. Ich habe farplay ans laufen bekommen und mein Gitarrenspiel von einem Raum auf den Laptop in einem anderen übertragen. Latenz war aber 6 bis 15ms, das erschien mir noch unfluffig. Ob ich jetzt Lust habe mit dem Ubuntu Low latency kernel rumzufummeln weiß ich noch nicht
Bei den Latenzwerten von FarPlay muss man etwas aufpassen. Standalone, d.h. ohne Mitspieler, gibt FarPlay die „Local Latency“ aus. Dieser Wert gibt an, wie latenzfrei die lokale Audio-Hardware arbeitet. Tritt ein Mitspieler der Session bei, zeigt FarPlay die „Remote Latency“ an, die zusätzlich zu den beiden lokalen auch die Latenz durch die Internetübertragung mit bestimmt und das ist letztlich das Maß der Dinge.
Wenn ich Saschas Aufbau korrekt verstanden habe, dann hat er einen Link zwischen zwei Computern im Heimnetz hergestellt, die neben den beiden lokalen Latenzen auch noch die Verzögerung durch die inhouse LAN- oder WLAN-Übertragung umfasst!? Wenn dem so ist, wären die ermittelten Latenzwerte gar nicht mal schlecht. Peter und ich haben heute mit 22 ms Remote Latency einen weiteren Versuch mit guter Aufnahme- und Abhörtechnik auf beiden Seiten gemacht und das Ergebnis war insbesondere auch klanglich sehr überzeugend und hat großen Spaß gemacht. Der Aufwand insgesamt ist jedoch auch in diesem Fall nicht klein, wobei das gute Ergebnis das schnell vergessen macht.